Projektgebiete

Polder Netzen

GEBIETSBESCHREIBUNG

Am Rand des Rietzer Sees entstanden im Verlauf der letzten Jahrtausende tiefgründige Moorstandorte (Verlandungsmoor), südlich davon auch flachgründiges Versumpfungsmoor. Die Moor-Niederung nördlich von Netzen und Grebs wird seit mehr als 200 Jahren für die landwirtschaftliche Nutzung und den Torfabbau entwässert. In den Jahren 1866 bis 1872 wurde der Emsterkanal erbaut, um den Abtransport der in den Ziegeleien des Lehniner Raumes hergestellten Steine zu ermöglichen. Im Jahr 1960 wurde mit größeren Meliorationsarbeiten im Untersuchungsraum begonnen (SOHNS & DÜRR 1993). Das Schöpfwerk wurde erbaut. Die Gewässer Streng, Moorsee und Rietzer See wurden von Deichen eingefasst. So entstand mit der Schüttung der Deiche der „Ostpolder Netzen“, der auch heute noch über einen sogenannten Düker unter dem Emster-Kanal mit dem Schöpfwerk verbunden ist. 1991 wurde der im Ostpolder zum Emsterkanal führende Hauptgraben mit einem Stau versehen, so dass ein etwa 100 ha großer See entstand (Streng). Eine Besonderheit des Gebiets sind die Salzwiesen im Binnenland.

Im Projektgebiet Netzen kommen als Besonderheit die Bauchige und die Schmale Windelschnecke (Vertigo angustior bzw. Vertigo moulinsiana) vor, welche im Anhang II der FFH-Richtlinie aufgeführt sind. Außerdem finden sich im Norden des Gebietes kleinflächig Binnensalzstellen mit entsprechender Vegetation.

WAS LÄUFT AKTUELL?

Hydrologische Messungen an sechs Grundwasserbeobachtungsmessstellen und einer Oberflächenwassermessstelle
Kartierung der Avifauna
Abstimmungen mit Nutzerinnen und Nutzern

AUFGABEN

Aufbau von Verwertungsketten
Betriebsspezifische Analyse hinsichtlich Anpassungsbedarf für die einzelnen Landwirtschaftsbetriebe
Informationsveranstaltung für Eigentümerinnen und Eigentümer

AKTUELLES UND LINKS

Am 05. August 2022 findet die erste Informationsveranstaltung für Eigentümer im Projektgebiet Polder Netzen statt.

ERFÜLLUNGSSTAND

Den Erfüllungsstand der Aufgabenstellungen entnehmen Sie bitte der Tabelle hinter diesem Link.
Der Abschluss der Projektmodule 1. und 2. ist für die Jahre 2022 und 2023 geplant. Folgende Projektmodule werden sich daran anschließen:

  1. Validierung der Entwicklungsszenarien
  2. Genehmigungsverfahren
  3. Projektumsetzung